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Online-Shopping-Trends 2026: So verändert sich das Kaufverhalten im E-Commerce

TL;DR: Die Liefererwartungen europäischer Kunden sind höher als je zuvor. Für den E-Commerce Lieferkompass von Sendcloud haben wir 8.000 Onlineshopper aus 8 europäischen Märkten befragt und herausgefunden, was Kaufentscheidungen beeinflusst, warum Warenkörbe abgebrochen werden und wie sich der Checkout auf die Kundentreue auswirkt. Dieser Artikel behandelt Themen wie KI-gestützte Einkäufe, die wachsende Bedeutung des internationalen Handels sowie weitere wichtige Online-Shopping-Trends 2026 im E-Commerce.

Fast die Hälfte aller europäischen Onlineshopper hat in den vergangenen drei Monaten ihren Warenkorb aufgrund von Lieferproblemen abgebrochen. Das zeigt, welchen Stellenwert Versand und Lieferung bei Online-Shopping-Trends im E-Commerce einnehmen. Schuld sind oft nicht das Produkt oder der Preis, sondern die Zustellung.

Das liegt unter anderem daran, dass sich die Kundenerwartungen in den letzten Jahren stark verändert haben. Das wirkt sich natürlich auf jeden Bereich der Customer Journey aus. Was früher ein Backend-Prozess war, entscheidet heute über den Erfolg deines Onlineshops: Reibungslose Lieferungen führen zu mehr Conversions, Kundenloyalität und Wettbewerbsfähigkeit.

Um die Online-Shopping-Trends 2026 besser zu verstehen, haben wir im Zuge unseres E-Commerce Lieferkompasses rund 8.000 Konsumenten in 8 europäischen Märkten befragt – und die Ergebnisse sprechen für sich.

Wir haben die wichtigsten europäischen Online-Shopping-Trends hinsichtlich der Lieferperformance in diesem Blogartikel für dich in 4 Themen zusammengefasst:

  • Online-Kaufverhalten,
  • Erwartungen beim Checkout,
  • Höhe der Lieferkosten,
  • überzeugende Post-Purchase Experience.

Erwartung vs. Realität: Was sich Konsumenten in Europa wünschen und was sie bekommen

Eines haben die vier Trends gemeinsam – und das sehen wir uns kurz genauer an, bevor wir uns mit den einzelnen Bereichen beschäftigen.

Die Online-Shopping-Trends 2026 zeigen deutlich: Unsicherheit kostet dich Conversions. Ob beim Checkout, während der Lieferung oder bei Retouren – die Daten zeigen immer das gleiche Muster. Kunden sind bereit, länger auf eine Bestellung zu warten, etwas mehr zu zahlen und etwas Neues auszuprobieren. Aber nur, wenn sie wissen, was sie erwartet. Sobald diese Sicherheit fehlt, wird der Kauf meist abgebrochen.

Das deutet darauf hin, dass die Leistung von Onlinehändlern oft weit hinter den Kundenerwartungen zurückbleibt. Aber dieses Problem lässt sich gezielt messen und beheben.

In diesem Blog erhältst du alle Daten und Insights, um diese Lücke gezielt zu schließen und das Liefererlebnis optimal auf die Erwartungen deiner Kunden auszurichten!

Das europäische Kaufverhalten online im Jahr 2026

Bevor wir uns ansehen, was Kunden von der Lieferung erwarten, lohnt es sich, zu verstehen, wie sie einkaufen – und wie sich Online-Shopping verändert hat.

Laut unseren Daten ist eine der größten Veränderungen der Anstieg von KI-gestütztem Shopping. 43,04 % der europäischen Käufer haben bereits ein KI-Tool wie ChatGPT, Google Gemini oder Perplexity genutzt, um zu entscheiden, wo sie ein Produkt kaufen. 18,75 % sagen, dass dies ihre finale Kaufentscheidung direkt beeinflusst hat.

Weitere 39,02 % nutzen KI, um ihre Lieferoptionen vor dem Kauf zu bewerten, zum Beispiel in Bezug auf die Liefergeschwindigkeit, Versandkosten und Versandmethoden. Erst dann entscheiden sie sich für einen bestimmten Onlineshop. Spanien liegt bei der Nutzung vorn (52,34 %), während Belgien und Österreich die größte Zurückhaltung zeigen.

 

Map of Europe showing the percentage of shoppers who have used AI tools to inform delivery-related purchase decisions by country

KI-gestütztes Einkaufen ist in Südeuropa längst angekommen. Spanien und Italien sind Vorreiter.

Dieser Wandel steckt noch in den Kinderschuhen, gewinnt aber rasch an Fahrt. Erfolgreich sein werden vor allem jene Onlinehändler, die ihre Lieferinformationen leicht verständlich und vergleichbar zur Verfügung stellen. Transparenz bei der Lieferung wird damit schon früh im Kaufprozess entscheidend und beeinflusst, wo Kunden letztlich kaufen.

Kundenerwartungen: So werden Kaufentscheidungen beim Checkout getroffen

Die meisten Umsätze im Onlinehandel gehen beim Checkout verloren – doch das lässt sich leicht vermeiden.

48,17 % der europäischen Käufer haben in den letzten drei Monaten einen Warenkorb wegen der Lieferung abgebrochen. In Spanien liegt der Wert bei 55,73 %, im Vereinigten Königreich bei 54,52 %. Das sind keine Einzelfälle: 20,32 % haben im gleichen Zeitraum sogar zwei- bis dreimal abgebrochen.

Aber woran genau liegt das eigentlich?

40,70 % der Käufer nennen unerwartete Lieferkosten als Hauptgrund für den Abbruch. Nicht hohe Versandkosten an sich, sondern solche, die erst im letzten Schritt sichtbar werden – wenn die Kaufentscheidung längst gefallen ist. Schuld daran ist nicht die Logistik, sondern vor allem die UX.

Die Trends rund um Liefergeschwindigkeit sind komplexer, als sie auf den ersten Blick wirken. 36,90 % der Käufer weltweit erwarten zwar eine nationale Lieferung innerhalb von 2-3 Tagen. Aber wenn sie wählen könnten, würden sich 71,76 % lieber für kostenlosen Versand statt für eine kostenpflichtige Lieferung am nächsten Tag entscheiden.

Kurz gesagt: Deine Kundschaft wünscht sich kostenlosen Versand mit einem klar kommunizierten Lieferdatum.

Vergleich von fünf typischen Zielkonflikten bei der Lieferung in europäischen Märkten.

Wenn du mehrere Lieferoptionen anbietest, wirkt sich das stark auf deine Conversions aus. 50,51 % der Onlineshopper schließen eher einen Kauf ab, wenn sie zwischen mehreren Versandoptionen wählen können. In Frankreich steigt dieser Wert sogar auf 72,16 %, in Spanien auf 70,72 % und in Italien auf 70,38 %.

Aber welche Optionen genau wünschen sich deine Kunden eigentlich?

Die Lieferung nach Hause bleibt der Favorit (30,60 %), dicht gefolgt von der Lieferung am nächsten Tag (10,69 %), der Abholung an einem Servicepunkt (10,27 %) und der Lieferung an eine Paketstation (9,16 %). Das Schlusslicht bildet die Lieferung am selben Tag mit 8,77 %.

Das zeigt, dass Kunden nicht nur zwischen schnell und langsam wählen, sondern auch zwischen Lieferung nach Hause oder Out-of-Home, Kontrolle und Bequemlichkeit sowie Kosten und Flexibilität.

In der Praxis zeigt sich dieser Trend bereits konkret im Kaufverhalten. Betrachtet man das tatsächliche Lieferverhalten statt der angegebenen Präferenzen, so haben 54,66 % der europäischen Käufer in den letzten drei Monaten die Standard-Lieferung nach Hause genutzt. 45,34 % entschieden sich jedoch für eine alternative Liefermöglichkeit wie Servicepunkte (17,97 %), Paketstationen (15,49 %) oder Abholung in einem Geschäft vor Ort (11,88 %).

Fast die Hälfte der Verbraucher nutzt bereits Out-of-Home-Zustellungen. Onlinehändler, die nur eine Hauszustellung anbieten, verpassen damit einen erheblichen Teil der Nachfrage.

Dein Learning: Die einfachsten Veränderungen haben oft die größten Auswirkungen. Zeige beim Checkout ein konkretes Lieferdatum an. Kommuniziere Versandkosten so früh wie möglich. Biete mindestens 3 Lieferoptionen an, zum Beispiel Lieferung nach Hause, Außer-Haus-Zustellung und eine schnellere Alternative wie Expresszustellung.

Die Post-Purchase Experience: Hier entscheidet sich, ob Kunden bleiben oder abspringen

Beim Checkout findet der Kauf statt. Bei der Post-Purchase Experience hingegen entscheidet sich, ob der Kunde irgendwann erneut bei dir einkauft – oder nie wieder.

77,07 % der europäischen Onlineshopper berichten von mindestens einem Problem bei der letzten Lieferung, wie verspätete Zustellung, Änderungen beim Lieferdatum, verwirrendes Tracking oder beschädigte Pakete. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nur rund eine von vier Lieferungen komplett reibungslos verlaufen ist.

Die Auswirkungen auf die Kundenbindung sind direkt spürbar: 29,06 % der Käufer haben nach einer fehlgeschlagenen Lieferung nicht erneut bestellt. Fast jeder dritte Kunde geht also verloren.

An diesem Punkt wird es kritisch. 42,46 % der Käufer geben dem Onlineshop die Schuld für Lieferprobleme, selbst wenn der Versand über einen Paketdienst läuft. In den Niederlanden steigt dieser Wert sogar auf 50,91 % und in Belgien auf 50,68 %.

Auch wenn die letzte Meile ausgelagert ist, bleibt das Reputationsrisiko beim Onlinehändler. Deshalb musst du die Kommunikation unbedingt selbst in die Hand nehmen.

Die meisten Käufer in Europa erwarten die folgenden drei Updates:

So möchten Verbraucher über ihre Lieferung informiert werden 1. versandbestätigung 2. proaktive alerts zu verspätungen 3. auf dem Weg - benachrichtigung

Dabei handelt es sich übrigens nicht um praktische „Extraservices“, sondern um das absolute Minimum beim Versand. Ansonsten bleibt dein Onlineshop hinter den Erwartungen der Kunden zurück.

Wenn du diesen Trend beherzigst, kannst du die Loyalität deiner Kunden stark steigern. 76,64 % der befragten Personen bleiben Onlineshops treu, die Lieferprobleme schnell und transparent lösen. Mit proaktiver Kommunikation vermeidest du nicht nur Beschwerden, sondern motivierst deine Kunden auch zu Wiederholungskäufen.

Und Retouren runden das Ganze ab: 41 % der Onlineshopper in Europa haben in den vergangenen drei Monaten mindestens ein Paket retourniert. 70,73 % gaben an, eher bei Onlineshops einzukaufen, die einfache Online-Retouren anbieten.

Ein interessanter Widerspruch: Frankreich hat die niedrigste Retourenquote in der Studie (31,89 %), aber gleichzeitig beeinflusst ein unkomplizierter Retourenprozess dort die Kaufentscheidung am stärksten (81,60 %). Französische Käufer müssen nicht oft retournieren – ihnen reicht das Gefühl, im Zweifel problemlos zurücksenden zu können.

Dein Learning: Die Kommunikation nach dem Kauf ist die effektivste und günstigste Methode, die Kundenbindung zu steigern. Klares Tracking, proaktive Verzögerungsbenachrichtigungen und gut auffindbare Rückgaberichtlinien kosten dich deutlich weniger als die Kunden, die verloren gehen, wenn etwas schief läuft.

Globaler Wandel beim Onlineshopping: internationaler E-Commerce und der China-Effekt

E-Commerce-Trends machen nicht an Landesgrenzen halt – internationales Shopping gehört längst zum Alltag vieler Menschen. Tatsächlich haben 64,09 % der europäischen Käufer in den letzten sechs Monaten bei einem Onlinehändler im Ausland bestellt.

Aber das kann sich auch schnell wieder ändern. Je nachdem, wie sicher sich die Konsumenten dabei fühlen – und viele haben aktuell Bedenken.

Dank Onlineshops wie Temu und Shein spielt China bei internationalen Käufen momentan die größte Rolle (34,10 % weltweit). Das verändert den Wettbewerb für europäische Onlinehändler grundlegend.

Denn diese Anbieter haben neue Standards eingeführt, an die sich die Konsumenten gewöhnt haben: Sie übernehmen bestimmte Kosten und versprechen kostenlose (aber langsame) Lieferungen sowie einfache Retouren. Vor allem in Kategorien wie Mode, Accessoires und Haushaltswaren stehen europäische Onlineshops in direktem Wettbewerb zueinander. Was beim internationalen Handel früher „gut genug“ war, reicht heute längst nicht mehr aus.

Doch eine Bestellung über einen chinesischen Onlineshop zurückzugeben, ist komplizierter als gedacht: Internationale Rücksendekosten, knappe Rückerstattungsfristen sowie lange Bearbeitungszeiten sorgen oft für Frust bei den Verbrauchern.

Trotzdem können diese großen Unternehmen den Schein aufrechterhalten – und europäische Onlineshops werden mit einer Leistung verglichen, die oft recht wenig mit der Realität zu tun hat. Für Onlinehändler, die schnelle, einfache und lokale Retouren anbieten können, entsteht daraus ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Aber was hält die meisten Menschen davon ab, global zu bestellen? Zum Beispiel hohe Lieferkosten (18,88 %), unerwartet lange Lieferzeiten (16,71 %), überraschende Zollgebühren (16,20 %) und komplizierte Retouren (13,48 %).

Sie wünschen sich sogar fast das genaue Gegenteil: transparente Gebühren und Steuern vor dem Kaufabschluss (20,24 % würden dann international bestellen), garantierte Lieferdaten mit Entschädigung bei Verzögerungen (19,77 %) und einfache Retouren mit Abgabestellen vor Ort (18,24 %).

Balkendiagramm zu den größten Bedenken europäischer Verbraucher beim Einkauf in internationalen Online-Shops.

Internationale Onlineshopper haben nur wenige, aber wichtige Fragen: Was muss ich zahlen? Wann wird das Paket ankommen? Wie kann ich es zurückgeben?

Dein Learning: Die größten Hürden beim internationalen E-Commerce liegen weniger in der Logistik als in mangelnder Transparenz und Information. Zeige alle Kosten im Voraus an, kommuniziere Lieferzeiten transparent und erleichtere den Retourenprozess. Je weniger Bedenken es gibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass Menschen weltweit bei dir einkaufen.

Wie du diese Hürden überwindest und eine erfolgreiche internationale Versandstrategie aufbaust, erfährst du in unserem Leitfaden für internationalen Versand im E-Commerce.

So richtest du deine Versandstrategie auf die Online-Shopping-Trends 2026 aus

Unser E-Commerce-Lieferkompass weist ganz klar auf eine Leistungslücke zwischen Erwartungen und Erfahrungen hin.

Und diese Lücke zeigt sich überall: Kunden brechen Warenkörbe ab, wandern nach der Lieferung ab und bestellen allgemein eher ungern in internationalen Onlineshops. Leider gibt es keine Einheitslösung für weltweites Fulfillment.

Aber keine Sorge – diese Probleme können gelöst werden.

Die erfolgreichsten Onlinehändler in Europa bieten weit mehr als schnelle oder günstige Lieferungen an. Sie schaffen ein rundum positives Liefererlebnis.

Hier noch einmal im Überblick, was du besonders beachten solltest:

  • Zeige Informationen zur Lieferung rechtzeitig an
  • Kommuniziere Probleme oder Verspätungen proaktiv
  • Gestalte den Retourenprozess so einfach wie möglich
  • Passe deine Lieferstrategie an verschiedene Märkte an

Versand ist schon längst kein passiver Prozess mehr, sondern eine der besten Möglichkeiten, Conversions und Loyalität zu steigern. Und die Daten dafür liegen dir bereits vor.

Entwickle deine Versandformel für bessere Liefererlebnisse

Der E-Commerce-Lieferkompass 2026 verrät dir mehr über die Erwartungen deiner Kunden im Rahmen von Sendclouds „Versandformel“. Dieser Framework hilft dir dabei, dein Liefererlebnis gezielt an die Wünsche von Onlineshoppern anzupassen, statt diesen Prozess einfach nur zu verwalten.

Alles beginnt mit einer einfachen Frage: Was ist deinen Kunden bei der Lieferung wirklich wichtig? Wie bewerten sie Geschwindigkeit, Kosten und Komfort? Und was bedeutet das für deinen Checkout, deine Kommunikation und deine Fulfillment-Strategie?

Die Daten aus unserem E-Commerce-Lieferkompass liefern genau diese Antworten – aus 8 Märkten, von 8.000 Onlineshoppern und über alle wichtigen Liefermomente hinweg, vom Checkout bis zu den Retouren.

Sobald du das Liefererlebnis an die Wünsche deiner Kunden anpasst, wirst du die positiven Auswirkungen schnell spüren.

Behandelst du deinen Versand wie ein notwendiges Übel oder eine rein operative Aufgabe, wirst du von der Konkurrenz abgehängt.

Übrigens: Der E-Commerce-Lieferkompass 2026 ist die erste Studie im Rahmen unserer Versandformel-Reihe – unser Framework, mit dem du besser verstehst, was deine Kunden wirklich erwarten.

Neugierig auf mehr? Dann lade dir jetzt den kompletten E-Commerce-Lieferkompass 2026 herunter.

marina

Marina Fernández leads the Communications craft, creating e-commerce, B2B, and SaaS content. She ensures that every piece of content is of the highest quality and effectively meets its intended purpose.

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